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Lagerstätte
Tone sind Schwemmablagerungen von verwitterten Gesteinen. Sie bestehen aus Tonmineralien (Korn 0,002 mm) und Quarzkörnern (Korn 0,002-0,100 mm). Tone quellen und schrumpfen unter Wassereinfluss. Der Ton wird schichtweise aus einer Grube abgebaut. Der abgebaute Ton ist innerhalb einer Lagerstätte und vor allem im Vergleich zu anderen Lagerstätten unterschiedlich in seiner inneren Struktur. Die dadurch im Endprodukt zu erwartenden Schwankungen in den schaften werden durch eine spezielle Aufbereitung im Produktionsprozess vermieden.
In der direkten Nähe unseres Werkes Hazlehead/Mittelengland sind große Tonaufkommen auf sechs Gruben verteilt. Zur Sicherstellung gleichbleibender Produkte werden die Rohstoffe in Abhängigkeit der inneren Zusammensetzung gemischt.
Im Werk wird der Ton in einer Halle gelagert. Das Material wird dabei per Förderband auf eine Kranbahn gebracht und schichtweise aufgetragen. |
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Feinmahlen
Für die traditionelle Fertigung von Steinzeugrohren wird das Ausgangsmaterial auf eine Korngröße von ca. 1,5 mm gemahlen. Damit die stehenden Rohlinge für den Trocken- und Brennprozess genügend Festigkeit aufweisen, wird dem Ton ein Schamottanteil (gebrannter Ton) von 18-30 % zugegeben.
EuroTop Tone werden in Kugelmühlen auf ungefähr 0,25 mm zerkleinert und anschließend zur Qualitätssicherung gesiebt. Größeres Material wird wieder der Kugelmühle zugeführt. Diese Feinaufbereitung des Tones führt zu einem porösen und homogenen Ausgangsmaterial. Dieses ist die Basis für einen schnelleren Brennprozess und damit Grundlage der Schnellbrandtechnologie. Die homogene feine Struktur führt zu einer dauerhaft hydraulisch glatten Oberfläche und macht die Glasur überflüssig.
Im Werk wird der aufbereitete Ton für die EuroTop Produktion zunächst in Silos gelagert und dann zur Produktionshalle über Rohrleitungssysteme transportiert. |
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Kalzinieren
Der aus natürlichen Lagerstätten abgebaute Ton hat immer einen gewissen Grad an nicht gewünschten Fremdstoffen. Diese können zu Ausblühungen im Endprodukt führen und werden zunächst mechanisch aussortiert. Chemisch gebundene Stoffe wie einige organische Bestandteile werden über das Kalzinieren des Tones herausgelöst. Bei diesem Prozess wird das Ausgangsmaterial erhitzt und im sogenannten Wirbelbettverfahren |
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Strangpresse
Der fein aufbereitete Ton wird in der Presse verdichtet und als Rollenstrang ohne Muffe extrudiert. Die Rohlinge werden mit einer Prägung versehen und von dem Endlosstrang in bevorzugten Baulängen geschnitten. Die Prägung enthält Angaben über den Hersteller, die Presse, Produktionsdatum, Produktionsnorm, Fremdüberwachung und Festigkeit des entstehenden Produktes.
12 Rohlinge werden jeweils auf Sortierhalbschalen gesammelt und dann gebündelt weitertransportiert. Im Unterschied zur traditionellen Fertigung von Steinzeug-Muffenrohren, werden die Rohlinge von Beginn an liegend transportiert. |
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Trocknen
Der Aufnehmer am Ende der Strangpresse transportiert die Rohlinge auf ein Förderband. Das Förderband hat eine leichte Neigung, so dass die Rohre zum Einem liegend aber zum Anderen auch rollend getrocknet werden. Das Drehen der Rohre um die eigene Achse führt zu exakt maßhaltigen Rohren und minimiert Spannungen im zu trocknenden Material.
Im Trockenprozess wird den Rohlingen das zur Formgebung notwendige Wasser entzogen. Nach diesem Produktionsabschnitt sind die Rohlinge wieder im unplastischen Zustand. |
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Brennen
Im Rollenofen liegen und rollen die nun getrockneten Rohlinge weiterhin. Sie werden über einen Aufnehmer vollautomatisch in den Ofen geführt.
Im Rollenofen werden die getrockneten Rohre innerhalb von ca. 3h (DN 200) bis Sinterung gebrannt. Jede einzelne der vielen Brennzellen kann genauestens gesteuert werden, so dass die maximale Temperaturabweichung ±2 °C beträgt. Die hochporöse Struktur des Tones vor dem Brand durch das Aussortieren grober Kornfraktionen erlaubt höhere Brenntemperaturen bei niedriger Brenndauer. Der Einschluss von Tonen mit hohem Anteil an Flussmitteln senkt die Sinterungstemperatur auf 1160 °C.
Die Trocken- und Brenndauer beim EuroTop DN 200 ist mit 8,75 h wesentlich geringer als bei der traditionellen Fertigung. Dort benötigen die Rohre ungefähr 120h für das Trocknen und Brennen. |
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Kupplungsmontage
Ab der Nennweite DN 200 werden die Kupplungen aus Polypropylen im Werk vormontiert. In den kleineren Nennweiten liefern wir die Kupplungen zur direkten Montage vor Ort.
Die Kupplungen werden in Lichfield / England produziert. Sie bestehen aus einem vernetzten Polypropylen Kunststoffkörper, zwei Dichtringen und weisen in der Mitte einen Kunststoffsteg auf. Dieser trennt die Keramikspitzenden auch bei Bodenbewegungen voneinander. Das Dichtungsmaterial ist beständig gegen Säuren und Laugen unter normalen Betriebsbedingungen. Bei organischen Ölen oder Fetten bzw. besonders hohen Anforderungen werden andere Dichtungsmaterialien verwendet. In diesen Fällen sind wir gerne Ihr Ansprechpartner. |
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Paketieren
In der letzten Phase der Fertigung werden die Rohre geprüft und paketiert.
Im Video ist zunächst der Ausgang des Ofens zu sehen. Von dort werden die Rohre zum Prüfen und Paketieren transportiert. Bei den in dieser Sequenz gezeigten Rohren DN 150 entfällt die Kupplungsmontage im Werk.
Eine der Prüfungen ist die Klangprobe. Mit einem kleinen Hämmerchen werden die Rohre abgeklopft. Diese recht triviale Prüfmethode entlarvt Haarrisse in den Rohren. |