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Vom Eisenerz zum TonmineralIm Jahre 1858 wurden Eisenerzflöze in der Nähe Sheffields, Mittelengland, entdeckt. Die industrielle Revolution setzte gerade ein, wodurch die Funde stärker an Bedeutung gewannen. Die Firma Hepworth Iron Company Ltd. wurde gegründet, um sich mit der Eisenerzförderung zu befassen. Die Ausbeute an Eisenerz war recht mager, dafür fanden sich abbauwürdige Kohleflöze, so dass die Firma Hepworth bald zum Kohleabbau überging. Unter der Kohle, die bis in die 40Jahre des neunzehnten Jahrhunderts abgebaut wurde, stieß man auf die wichtigste Formation, eine Schicht von Tonmineralien höchster Güte. Hepworth wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts der bedeutendste britische Ziegelhersteller und man begann um 1920 außerdem mit der Produktion von "Tonröhren". Mit dem fortschreitenden Wachstum der Städte und unter dem Druck mangelnder Hygiene forderte man in Europa geschlossene Entwässerungsnetze. Mit der Entscheidung, diese mit Tonrohren zu realisieren, wurde an die Erkenntnisse der Antike (z.B. Babylon, Athen, Alexandria, Rom) angeknüpft, wo über Jahrhunderte Leitungsnetze aus langzeitbeständigen Tonrohre betrieben worden waren. Hepworth profitierte jetzt von der langen englischen Erfahrung in der Tonröhrenproduktion, die um 1842 eingesetzt hatte und die so gut war, dass bis 1869 in Deutschland nur englische Tonrohren eingesetzt worden waren; so z.B. 1843 in Hamburg, 1856 in Magdeburg und 1859 in Stralsund. Der englische Wettbewerbsdruck wurde so stark, dass es in Deutschland 1898 zum Zusammenschluss der Hersteller zu den "Westdeutschen Tonröhrenfabriken" kam. Heute verfügt Hepworth, auf alten Traditionen aufbauend, über das Know-How und die Technik zur Herstellung neuzeitlicher Steinzeugrohrprodukte mit innovativem Charakter. EuroCeramic - als Verbtriebsorganisation der Hepworth Building Products - setzte die Philosophie des Technologieführers auf den europäischen Märkten um. |



